Sozialpreis 2026 – Anerkennung für soziales Engagement
Aargauer Landeskirchen und benevol Aargau

Honoriert werden Privatpersonen, Orga­nisationen oder Institutionen, welche im Sozialen innovative und ausser­gewöhn­liche Projekte mit Koopera­tio­nen in der Freiwilligenarbeit durch­führen. Die Preis­verleihung ist ein Zeichen der Wert­schätzung und soll Menschen zu Freiwilligenarbeit motivieren.

Soziales Engagement, persönliche Unter­stützung von Menschen ist nicht selbst­verständlich und beruht oftmals auf Freiwilligenarbeit. Wer sich un­entgelt­lich für andere einsetzt leistet einen grossen Dienst an der Gesell­schaft und dient dem Wohle aller.

Viele Menschen investieren unentgelt­lich Zeit, ohne eigen­nützige Motive zu ver­folgen. Dieses frei­willige, soziale Engage­ment ist nicht selbst­verständ­lich. Die Aargauer Landes­kirchen und benevol Aargau, die Fach­stelle für Freiwilligen­arbeit, honorieren dies mit dem Sozial­preis. Gemein­nützige Organi­sationen und Gruppie­rungen konnten sich mit ihren Projekten bewerben.

Der Sozialpreis Aargau 2026 würdigt fünf Projekte, die mit Herz und Engagement das Leben anderer bereichern

Aus der rekordhohen Zahl an Projekten, die sich in diesem Jahr um den Sozialpreis von benevol Aargau und den Aargauer Landeskirchen beworben haben, wurden drei Siegerprojekte erkoren; zusätzlich wurden zwei Anerkennungspreise verliehen.

Verdient jubeln konnten die Teams des Vereins Teilhaben, der Computeria Wohlen und des Jugendchors Seetal.

1. Platz: Ankerplatz Demenz Fricktal
Beim «Ankerplatz Demenz Fricktal» des Vereins Teilhaben zählt nicht zuerst die Diagnose, sondern der Mensch mit seinen Wünschen, Fähigkeiten und seiner Freude am Leben. Jeden Mittwoch schenken Freiwillige jung an Demenz erkrankten Menschen ihre Zeit, begleiten sie mit Einfühlungsvermögen und Humor und schaffen einen Ort, an dem sie sich angenommen fühlen und selbstbestimmt teilhaben können. Ein Ankerplatz, an dem die Jungbetroffenen ihren Tag gemeinsam gestalten, an dem sowohl Leichtigkeit herrscht wie auch Raum für tiefe Gespräche geschaffen wird. Für dieses aussergewöhnlich menschliche Engagement erhält das Projekt den ersten Preis, der mit 5000 Franken dotiert ist.

2. Platz: Computeria Wohlen, KRSD Wohlen der Caritas Aargau
Was für viele selbstverständlich ist, kann andere vor grosse Hürden stellen: eine Nachricht verschicken, ein Online-Formular ausfüllen oder das Smartphone bedienen. In der «Computeria Wohlen» nehmen sich Freiwillige Zeit, hören zu und erklären geduldig – ohne Zeitdruck und auf Augenhöhe. So geben sie Menschen mit geringen digitalen Kenntnissen oder begrenzten finanziellen Mitteln ein Stück Selbstständigkeit und Sicherheit zurück. Das Projekt des Kirchlichen Regionalen Sozialdienstes (KRSD) Wohlen und Umgebung der Caritas Aargau wird mit dem zweiten Preis und 3500 Franken ausgezeichnet.

3. Platz: Jugendchor Seetal, Förderverein Jugendchor Seetal
Gemeinsam singen, über sich hinauswachsen und erleben, was möglich wird, wenn alle ihren Teil beitragen: Der «Jugendchor Seetal» ist weit mehr als ein Chor. Junge Menschen finden hier einen Ort, an dem ihre Ideen und Talente Platz haben und aus vielen Einzelnen eine Gemeinschaft entsteht. Mit Gesang, Tanz, Theater, Bühnentechnik und Liveband bringen sie unter professioneller Leitung eindrückliche Aufführungen auf die Bühne. Dafür erhält das Projekt den dritten Preis und 2500 Franken.

Die Anerkennungspreise der Jury gingen an das Projekt «Generationen im Klassenzimmer» von Pro Senectute Aargau und das Angebot «malreden» des Vereins Silbernetz Schweiz.

Beim Projekt «Generationen im Klassenzimmer» bringen rund 430 Senior:innen Woche für Woche ihre Lebenserfahrung, Geduld und Zeit in über 80 Aargauer Schulzimmer ein. Sie begleiten Kinder im Schulalltag, unterstützen Lehrpersonen und erleben selbst, wie bereichernd der Kontakt zwischen den Generationen ist. Dieses Miteinander wird mit einem Anerkennungspreis von 1000 Franken gewürdigt.

Ein Gespräch kann einen einsamen Tag verändern. Genau darauf baut das Angebot «malreden» des Vereins Silbernetz Schweiz, das gerade für seine Niederschwelligkeit geschätzt wird: Geschulte Freiwillige sind am Telefon für ältere Menschen da, hören aufmerksam zu und schenken ihnen kostbare Zeit und echtes Interesse. Die Gespräche sind kostenlos und anonym. Für diesen leisen, aber wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit erhält «malreden» ebenfalls einen Anerkennungspreis von 1000 Franken.

Herzlichen Glückwunsch allen Gewinner:innen!

Weiterhin viel Erfolg und Freude mit freiwilligem Engagement!
Das OK Sozialpreis 2026

Fotos von Fiona Piola, fionaarts

Engagieren Sie sich im Aargau?

  • für innovative Projekte im Sozialen?
  • für ein respektvolles Zusammenleben zum Wohle aller?
  • für Solidarität zwischen Alt und Jung?
  • für die Integration von Menschen in Gesellschaft und Wirtschaft?
  • für einen Ausgleich zwischen Arm und Reich?
  • für den Zugang zu Bildung für Alle?
  • für Freizeitangebote an Kinder, Jugendliche und Erwachsene?

Die Zivilgesellschaft setzt sich aus unzähligen Gruppen, Organisationen und Einzelnen zusammen, die sich für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Umweltschutz und andere soziale Anliegen engagieren. Sie alle investieren freiwillig Zeit, ohne eigennützige Motive zu verfolgen.

Preisgeld 2026

Das von den Aargauer Landes­kirchen und benevol Aargau benannte Preisgeld beträgt 13’000 Schweizer Franken.

Die Preissumme wird eingeteilt in drei Preiskategorien:

1. Preis: Fr. 5000.–
2. Preis: Fr. 3500.–
3. Preis: Fr. 2500.–

Zudem wurden Anerkennungspreise im Gesamtwert von Fr. 2000.– vergeben.

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